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Eulen - die Jäger in der Nacht

Zu den Eulen zählen ca. 200 Arten. Doch im Großen und Ganzen unterscheidet man zwei Familien. Diese sind die Schleiereulen und die Eigentlichen Eulen. Überall auf der Welt, außer in der Antarktis, kann man diese Vogelart antreffen. Der Uhu gilt als die größte Eulenart.

Wenn man an eine Eule denkt, dann hat man direkt die großen Augen vor sich und den mächtigen Körper. Dies sind auch zwei typische Merkmale. Die Augen an sich sind unbeweglich, dafür kann sie jedoch ihren Kopf bis zu 270 Grad drehen. Die Augen sind lichtempfindlich. Die Ohren sind meist spitz, vergleichbar vom Aussehen, mit einer Katze. Der Körper einer Eule ist kompakt, sie hat einen großen runden Kopf. Der Schnabel ist gekrümmt und scharfkantig. Mit diesem erledigt sie auch ihre Beute. Zudem besitzt sie scharfe Krallen, mit denen die Beute gepackt wird.

Eulen können fast geräuschlos fliegen. Das macht sie zu sehr guten Jägern. Das leise Fliegen wird ihnen ermöglicht, da sie eine sehr große Flügelfläche haben. Zudem sind die Kanten der Federn ausgefranst. Hier kann der Wind einfacher hindurch. Sie haben an den Füßen eine Wendezehe, die nach vorne sowie nach hinten gedreht werden kann. Zum sicheren Tasten und Greifen haben Eulen an den Zeheninnenseiten hornartige kleine Knötchen.

Die meisten Arten sind Jäger der Nacht. Das heißt, sie sind nachts auf Beutesuche und tagsüber sind sie am Schlafen. Eulen jagen auf zwei verschiedene Weisen. Es gibt die Ansitzjagt und die Pirschjagt. Bei der Ansitzjagt wartet die Eule auf einem Ast oder Felsen im Wald, bis die Beute vorbeikommt. Sie lauert regelrecht auf ihr nächstes Ziel. Bei der Pirschjagt wird das nächste Mahl aus der Luft aus angegriffen. Dies passiert dort, wo Eulen in offeneren Landschaften auf die Jagd gehen. Die Eule fliegt direkt auf ihr Ziel zu und bremst kurz vorher ab. Sie streckt ihre Beine nach vorne, spreizt die Zehen und tötet ihre Beute mit einem schnellen Biss.

Zur Beute dieser prächtigen Vogelart gehören Mäuse, andere kleinere Vögel, Fische, Schlangen, Regenwürmer, Schnecken, Fledermäuse, Frösche, Motten und große Käfer. Eulen sind zudem gute Bodenjäger. Die kleinen flinken Mäuse sind oft eine leckere Zwischenmahlzeit.

Die Jäger bauen sich für ihre Nachkommen keine Nester. Sie legen die Eier in alte Krähennester oder Baumhöhlen ab. Die Eiablage beginnt oft schon im Februar. Ist es ein gutes Mäusejahr, kann eine Eule zehn Eier und mehr ausbrüten.

Leider sind viele Eulenarten, in Deutschland, bedroht. Der Straßenbau, der Bahnverkehr, die Abholzung von Wäldern. All dies sind Gründe, weshalb der Bestand der Eulen zurückgeht. Auch Freileitungen sind oft tödlich. Durch die große Flügelspannweite sind solche Stromleitungen bei uns sogar Grund Nummer 1, weshalb große Uhus sterben.

Möchte man den Eulen etwas Gutes tun, kann man Nistkästen bauen, Scheunen und Kirchtürme nicht verschließen und nicht dort wandern gehen, wo Eulen oder Uhus gerade brüten.

Eulen gibt es schon seit der Kreidezeit, das heißt vor 65 Millionen Jahren. Bei uns wird die Eule als Symbol für Weisheit genutzt. In vielen Kinderbüchern werden Eulen mit einer Brille verkörpert. Auch dies, soll die schlaue Figur übermitteln.

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