Der Businessplan ist die niedergeschriebene und detaillierte Version des Unternehmenskonzeptes. Er dient einerseits zur Visualisierung der Teilbereiche der eigenen Geschäftsidee und als Planungsinstrument, andererseits zur Vorlage bei Geschäftspartner, möglichen Investoren, Banken und Fördergebern.

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Für die meisten Kapitalgeber ist die Vorlage eines Businessplans mittlerweile Voraussetzung für eine Investition. Auch für bestehende Unternehmen kann ein Businessplan ein wertvolles Steuerungsinstrument sein, um auf dem ursprünglich geplanten Weg zu bleiben.

Warum ist ein Businessplan wichtig?

Im Businessplan werden die Realisierbarkeit, die Wirtschaftlichkeit und der Kundennutzen detailliert beschrieben, die Visionen und Annahmen des Jungunternehmers sowie dessen Markteinschätzungen und betriebswirtschaftlichen Prognosen dargestellt. Er dient als Orientierungshilfe, bevor der Markt schlussendlich über den Wert der Geschäftsidee entscheidet. Ist die Geschäftsidee erst einmal umgesetzt, kann der bereits verfasste Businessplan ein wertvolles Kontrollinstrument sein, um den Weg zur Zielerreichung und etwaige Abweichungen davon im Auge zu behalten und gegebenenfalls gegenzulenken.

Bevor mit der Niederschrift des Businessplan begonnen wird, ist die Festlegung der Adressaten essentiell. Wer soll den Plan lesen? Wer soll überzeugt werden? Dementsprechend kann und soll bei unterschiedlichen Thematiken entsprechende Schwerpunkte gesetzt werden. Es sollte aber nicht ausschweifend über jede noch so kleine Idee geschrieben werden. Lange Sätze sollten vermieden und auf präzise und klare Aussagen sollte geachtet werden, sodass jeder Laie im Stande wäre, der Geschäftsidee zu folgen. Auf die eindeutige Trennung von Fakten und Plänen sollte, unter der Angabe von Quellen, Wert gelegt werden. Auf überschweifende und übereifrige Aussagen und Prognose ist zu verzichtet. Eine den Grundsätzen kaufmännischer Vorsicht entsprechende Haltung wirkt zum einen seriöser und schützt zum anderen vor nicht realisierbaren Versprechungen und vor Widersprüchen. Vor allem bei verschiedenen Planungsvarianten und Teilplänen ist auf die Abstimmung der Berechnungen zu achten.

Umfang

Ein ausführlicher Businessplan beinhaltet meist 20 bis 30 DIN-A4-Seiten, wobei etwaige Anhänge hierbei noch nicht berücksichtigt sind. Ein Inhaltsverzeichnis inklusive Seitennummerierung sollte einen klaren, verständlichen und vor allem logischen Überblick über die Themengebiete des Dokuments liefern. Gegebenenfalls kann auch ein Abbildungs- und Tabellenverzeichnis zur besseren Überschaubarkeit der grafischen und tabellarischen Aufbereitung beitragen. Ein einheitliches Layout und Design unterstreichen die Professionalität des Unternehmers. Tabellen, Verträge, technische Beschreibungen und Lebensläufe sind im Anhang auszuweisen.

Ein Unternehmensberater kann bei der Erstellung eines Businessplans gewiss hilfreiche Tipps liefern, die auch in Anspruch genommen werden dürfen. Geschrieben werden sollte der Businessplan jedoch jedenfalls selbst. Bei der Präsentation des Businessplans vor Geschäftspartnern und Investoren steht der Unternehmer Rede und Antwort – da sollte jeder Satz des Businessplans vertraut sein.

Folgende Kapitel sollten im Businessplan beleuchtet werden:

  1. Executive Summary: Sie bietet dem Leser einen raschen Überblick über die Geschäftsidee und soll das Interesse wecken. Kernaussagen und wichtige Zahlen sind in komprimierter Form darzustellen. Die Executive Summary ist der erste Teil des Businessplans, wird aber als letztes Kapitel geschrieben.
  2. Produkt bzw. Dienstleistung: Es sollten die Stärken und Schwächen sowie der Entwicklungsstand des Endprodukts/der Dienstleistung beschrieben werden. Welcher Grund-, Zusatz- und Geltungsnutzen wird dem Kunden geboten? Welches Alleinstellungsmerkmal (USP – unique selling proposition) und welche Innovationen sind hervorzuheben? Hilfreiche Instrumente: Produktlebenszyklusmodell, SWOT-Analyse.
  3. Markt und Wettbewerb: Über Erfolg und Misserfolg entscheidet oft die Kenntnis über das Potenzial des Zielmarktes. Lassen sich Trends und Entwicklung von Kunden(gruppen) ableiten? Gibt es bereits Konkurrenz auf diesem Gebiet? Welche Alleinstellungsmerkmale können sich von der Konkurrenz abheben? Wie soll sie Positionierung am Markt erfolgen? Marktpolitische Instrumente: Befragung potenzieller Kunden, Wettbewerbsmatrix sowie Branchenstrukturanalyse und Generische Wertschöpfungskette nach Porter, Markttrendanalyse, BCG-Matrix der Boston Consulting Group, Markt-Produktlebenszyklus-Portfolio, Benchmarking.
  4. Marketing und Vertrieb: Verfasst werden soll ein konkretes Produkt/ein konkreter Service für potenzielle Kunden. Dabei sollen Kalkulationen für die Preisgestaltung unter Berücksichtigung von etwaigen Rabatten integriert werden. Welche Kosten sind für geplante Werbe- und Vertriebsmaßnahmen zu berücksichtigen? Welche Kommunikationskanäle sollen für die verkaufsfördernden Maßnahmen beansprucht werden? Hilfreiche Instrumente: Sortiments-, Standort- und Distributionspolitik, Personalpolitik, Kontrahierungspolitik („Marketing-Mix“).
  5. Unternehmen und Management: Das Kernteam und die Eckdaten des Unternehmens sollen hier vorgestellt werden. Darunter fallen Firmenname, Standort, Rechtsform, Gründungsdatum, Gesellschafter, Geschäftsführer, Eigentumsverhältnisse, Haftungen, Teammitglieder sowie Kernpersonal und deren Fähigkeiten, externe Beteiligte wie Steuerberater. Instrument: 7-S-Modell, Soft-Skills-Würfel.
  6. Erfolgs- und Finanzplan: Darstellung des Kapitalbedarfs, um alle bereits aufgezählten Faktoren finanziell bedienen zu können, inklusive der notwendigen Erstinvestitionen, den Gründungskosten und dem Gründungskapital. Soll das benötigte Kapital aus Eigen- oder Fremdkapital bestehen? Ist der Erhalt von Förderungen möglich? Kann das Kapital privat aufgebracht werden? Welche fixen und variablen Kosten sind für die Unternehmensgründung und für das laufende Geschäft zu berücksichtigen? Welcher Unternehmerlohn wird angestrebt? Welche Absatzentwicklung und welcher Umsatz sind realistisch? Welche Parameter sind für die Entwicklung dieser Mengen maßgeblich und zu erwarten? Hilfreiche Instrumente: Absatzplan, Investitionsplan, Personalplan, Liquiditätsplan, Finanzplan, Ergebnisplan, Plan-Gewinn-und-Verlustrechnung, Planbilanz, Kapazitätenplan …
  7. Umsetzplanung und Meilensteine: Welche Schritte sind in welchen Zeiträumen zur Realisierung der Geschäftsidee zu erreichen? Wer ist wofür zuständig? Welche Ergebnisse sollen am Ende eines jeden Milestones erreicht werden? Instrumente: Meilensteinplan, Abweichungsanalysen.

Präsentation

Wurde eine Version des Businessplans fertig gestellt und möglichen Investoren erfolgreich präsentiert, darf dieser keinesfalls in einem Regal verstauben. Wie auch der Unternehmer und sein Geschäft sich weiterentwickeln, sollte auch der Businessplan mit der Entwicklung weiterleben und weitergeführt werden. Wurden die geplanten Milestones erreichen? Gibt es Abweichungen? Wenn ja, warum? Wie kann der ursprüngliche Weg wieder eingeschlagen werden? Fall nein, was hat am Konzept besonders gefruchtet? Gab es nicht geplante Parameter? Die Überarbeitung des Businessplans kann bisher unbeleuchtete Perspektiven zum Vorschein bringen.

Ein Businessplan kann über den Erfolg oder Misserfolg einer Unternehmung entscheiden. Der zeitliche Aufwand für die Erstellung eines Businessplans sollte nicht unterschätzt werden. Je mehr Aufwand und Zeit in die Vorbereitung der Geschäftsidee, sprich in die Erstellung des Businessplans, investiert wird, desto sicherer, selbstbewusster und überzeugender kann diese vor Geschäftspartnern präsentiert und verteidigt werden.

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